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Unsere Truppe:
Bilder/Spieler.jpg Im Jahre 1999 machten sich ein paar Leute Gedanken darüber "Die Nonnensusel"einen Roman von August Becker, der bei uns in Pleisweiler-Oberhofen in der Mitte des 19. Jahrhunderts spielt, wieder aufzuführen. Das Stück wurde in den fünfziger Jahren schon einmal aufgeführt aber das alte "Textbuch" wurde als nicht mehr zeitgemäß empfunden.
Daher suchte und fand man in Martin Doll einen professionellen Theater schaffenden, der den Roman in Szene und uns leiten sollte. Es fanden sich dann, Ende´99, eine ca. 20 köpfige Gruppe zusammen. Wir waren von 12-bis ca. 60 Jahre alt, Männlein(weniger) und Weiblein(mehr) und aus den verschiedensten Berufsgruppen. Gemeinsam hatten wir nur unsere (praktisch) komplett fehlende Theater-bzw. Bühnenerfahrung. Diesen "wilden Haufen" formte Martin Doll in etwa 12 Monaten mit Theaterbasics, Improvisations-Sprach-und Bewegungsübungen, viel Geduld und Fingerspitzengefühl zu einer erstaunlich homogenen Truppe.
Es folgte die Probenarbeit, die manchmal von allen Beteiligten auch viele starke Nerven forderte. Gleichzeitig lief die Organisation, der Bühnen-und Bühnenbildbau, die Werbung und die Suche nach Sponsoren, was alles von der Gruppe selbst geleistet wurde. Dann wurde 2001 im Sommer in Oberhofen und im Herbst in Klingenmünster sehr erfolgreich aufgeführt.
Das Ganze war zwar ursprünglich als einmalige Aktion geplant aber aufgrund des Spaßes, den wir mittlerweile am "theatern" gefunden hatten und des großen Erfolges, beschlossen wir "Die Nonnensusel" im folgenden Jahr noch einmal aufzuführen. Nun beschlossen wir als Theatergruppe bestehen zu bleiben und weiter zu spielen. Als nächstes Stück suchten wir uns den "Lumpazivagabundus" von Nestroy aus. Das Stück wurde von uns selbst in die Pfalz und ins pfälzische übertragen. "Lumpi" wurde dann im Sommer 2003 aufgeführt.
Für 2004 wollten wir es wissen und schrieben diesmal unser Stück komplett selber (Schreibgruppe aus vier Mitspielern + Regisseur). Heraus kam "Premierenmord - eine unglaubliche, zwei-zeitige Krimödie in und um Weyher" – Aufführungen in Pleisweiler und Klingenmünster. Gleichzeitig beschlossen wir einen Theaterverein zu gründen, was dann auch im Frühjahr´04 geschah.
Für das Jahr 2005 haben wir uns wieder für ein selbst geschriebenes Stück (Martin Doll) entschieden. Es heißt "....doch sing ich noch immer vom Rhein - eine Hommage an August Becker". Wir kehren wieder zu August Becker zurück und es wird im Prinzip seine Biographie erzählt anhand seiner Stücke und einiger seiner Romanfiguren. Leider musste uns Martin Doll dann verlassen.
In Sabine Daibel-Kaiser fanden wir eine neue Regisseurin. Mit ihr spielten wir 2007 das von ihr geschriebene Stück "Sternentrude", ein Stück über Horoskope, Sternzeichen und den Umgang mit dem Schicksal. 2008 dann das, wieder von Fr. Daibel-Kaiser selbst geschriebene Stück "Sommerabend". Es handelt vom Werk und Leben der Pfälzer Dichterin Lina Sommer. Leider musste uns dann auch Fr. Daibel-Kaiser aus privaten Gründen verlassen.
Daraufhin erfolgte eine "kreative Pause" in unserer Arbeit. Aber nun konnten wir in Anke Scholz eine neue Regisseurin finden und werden Ende 2011 wieder aufführen (s. Aktuelles)