Überschrift
Ein Sommerabend (2008)
Ein Sommerabend Gezeigt werden sowohl wichtige Lebensstationen als auch ein Querschnitt des dichterischen Gesamtwerkes des in Speyer geborenen und in Jockgrim verstorbenen Pfälzer Originals.
Lina Sommer, deren Werk mit den Jahren in Vergessenheit geraten ist, gilt als die "Grande Dame" der pfälzischen Mundartdichtung und war zu ihren Lebzeiten in ganz Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland berühmt. Dies ist umso bemerkenswerter, da sie sich als Frau in einer männlich dominierten (Autoren)Welt diesen Status erarbeitete - als allein erziehende Mutter von drei Söhnen und ausgehend von einer Lebensphase bitterer materieller Not.
Ein dramaturgischer Schwerpunkt im "Sommer-Abend" liegt auf dem Einfluss der eigenen Biographie auf das dichterische Schaffen Lina Sommers.
So können die Zuschauer den Werdegang dieser imponierenden Frau verfolgen und gleichzeitig einen Eindruck von der Themenvielfalt des Sommerschen Gesamtwerkes gewinnen. Auch die Wehmut und Melancholie, die in der Sommerschen Lyrik und Prosa immer wieder auftauchen, haben ihren Platz - besonders aber ihr unverwüstlicher Optimismus und ihr intelligenter Humor, der ihr selbst in schwierigsten Lebenszeiten zueigen war.

Regie: Sabine Daibel-Kaiser